Kartoffelprojekt der Klassen 2 und 3 in Eubabrunn
Mit Gummistiefeln, Kartoffeln und ganz viel Spaß – ein Ausflug in das Leben vor 200 Jahren
Die Klassen 2 und 3 der Grundschule Jocketa auf Exkursion im Freilichtmuseum Eubabrunn
Regen? Na und! Davon ließen sich die Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Klasse der Grundschule Jocketa ihre Exkursion ins Freilichtmuseum Eubabrunn nicht verderben. Beim Kartoffelprojekt durften sie einen ganz besonderen Blick in das Leben der Menschen vor rund 200 Jahren werfen – und dabei selbst erfahren, wie viel Arbeit hinter einer einfachen Mahlzeit steckt.
Herzlich empfangen wurden wir von Romy Bauch und ihrem Team, die trotz des zunächst eher ungemütlichen Wetters für eine tolle Stimmung sorgten. Und lange musste niemand warten: Schon bald durften die Kinder selbst Hand anlegen.
Denn bevor die Kartoffeln überhaupt im Suppentopf landen konnten, gab es einiges zu tun. Das Gemüse musste geschält und geschnippelt werden. Auch den Teig für die Quarkkeulchen bereiteten die Kinder selbst zu.
Während die Kartoffelsuppe über dem offenen Feuer in einem großen Kessel langsam vor sich hin köchelte, ging es für die Kinder hinaus aufs Kartoffelfeld.
Auf dem Anhänger, gezogen von einem Traktor, fuhren sie gemeinsam zur Kartoffelernte. Die holprige Fahrt sorgte für lautes Lachen und euphorisches Quietschen. Auf dem Feld wurde fleißig gesammelt und die geernteten Kartoffeln in Körben zusammengetragen. Was heute im Supermarkt selbstverständlich und schnell erledigt ist, wurde für die Kinder plötzlich zu echter Arbeit: ernten, tragen, sortieren, waschen, vorbereiten – Schritt für Schritt.
Die andere Gruppe erkundete derweil das Gelände und lernte die Tiere kennen. Es wurde geschaut, gestaunt, gefüttert und – wenn möglich – auch ausgiebig gestreichelt. Anschließend wurde gewechselt, sodass alle Schülerinnen und Schüler sowohl bei der Kartoffelernte als auch bei den Tieren dabei sein konnten.
Gerade dieser ganz praktische Einblick macht den Besuch im Freilichtmuseum Eubabrunn so besonders. Geschichte wird hier nicht nur erzählt, sondern erlebbar gemacht. Die Kinder konnten selbst ausprobieren, wie die Menschen früher gearbeitet haben und wie viel Mühe und Zeit notwendig waren, bevor schließlich eine warme Mahlzeit auf dem Tisch stand.
Und dann war es endlich soweit: Die selbst zubereitete Kartoffelsuppe wurde gemeinsam gegessen. Als Nachtisch gab es die von den Kindern selbstgemachten Quarkkeulchen. Nach der vielen Arbeit schmeckte das Essen natürlich besonders gut!
Und als hätte der Tag seinen perfekten Abschluss selbst bestellt, kam am Ende sogar noch die Sonne heraus. Nach dem regnerischen Start strahlte nun nicht nur der Himmel, sondern auch die Gesichter der Kinder.
Ein herzliches Dankeschön geht an Romy Bauch und ihr Team vom Freilichtmuseum Eubabrunn für diesen ganz besonderen und liebevoll gestalteten Projekttag. Mit viel Engagement und auf eine wunderbare, kindgerechte Art und Weise wurde den Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie das Leben früher aussah und wie viel harte Arbeit hinter den Dingen des täglichen Lebens steckte.
Ein rundum gelungener Kartoffeltag – mit viel Arbeit, jeder Menge Spaß, einer leckeren Mahlzeit und am Ende sogar Sonnenschein!
Fotoserien
Kartoffelprojekt in Eubabrunn, Klasse 2 und 3, SJ 2026/2027 (21.09.2026)
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